D&O-Versicherungen für Finanzinstitute
Was sind Finanzinstitute?
-
Banken aller Art
-
Versicherungsgesellschaften und Krankenkassen
-
Anlagefonds und Investmentgesellschaften inkl. Private Equity/Venture Capital
Besondere Anforderungen im Vergleich zu Industrieunternehmen
-
Grössere D&O-Schadenfrequenz und –höhe
-
Nachfrage nach höheren Versicherungssummen
-
Grosser Bedarf nach Deckung von Drittmandaten
-
Schwierige Abgrenzung zu Berufshaftpflicht
-
Höheres Prämieniveau
Spezielle Versicherungspolicen
Wegen der besonderen Anforderungen von Finanzinstituten haben einige Versicherer für dieses Kundensegment spezielle Policen oder zumindest Zusatzklauseln entwickelt:
Häufig werden kombinierte Deckungen sowohl für D&O als auch für Berufshaftpflicht angeboten. Das vereinfacht die Administration und die Risikoprüfung und hat den Vorteil, dass bei Schadenfällen, die beide Haftpflichtarten betreffen, der gleiche Versicherer zuständig ist. Damit werden im Schaden mögliche Auseinandersetzungen über die Zuständigkeit und die Verteidigungsstrategien vermieden. Die Kombination der Versicherungssummen ist nicht üblich, denn die eine Deckung soll ja den Organen zur Verfügung stehen, die andere das Betriebsvermögen schützen. Mögliche Nachteile sind die Bindung an einen einzigen Versicherer und umfangreiche, z.T. schwer verständliche Versicherungsbedingungen.
Wenn eine separate D&O-Police abgeschlossen wird, dann enthält sie einen ausdrücklichen und umfassenden Ausschluss für berufliche Dienstleistungen.
Die Selbstbehalte sind bei Finanzinstituten (z. T. deutlich) höher.
Manche Versicherungsbedingungen sind nur in englischer Sprache erhältlich.
Worauf müssen Finanzinstitute beim Versicherungsabschluss besonders achten?
Es gibt nur wenige D&O-Versicherer mit gutem Fachwissen und ausreichender Erfahrung. Umso wichtiger ist es, einen erfahrenen Versicherungsberater einzuschalten, mehrere Offerten einzuholen und die Angebote sorgfältig miteinander zu vergleichen.
Für grössere Policen lohnt sich auch einer Anfrage bei Lloyd’s of London.
Alternative Versicherungssummen und Selbstbehalte offerieren lassen und sich für das Optimum entscheiden. Eventuell 2 Versicherer als Mitversicherer oder durch Grund- und Exzedentenpolice miteinander kombinieren.
Bei Kombipolicen alle Deckungselemente und vor allem alle Ausschlüsse sorgfältig prüfen.
Englischsprachige Policen nur akzeptieren, wenn man die Inhalte wirklich verstanden hat.
Englischsprachige Policen nur akzeptieren, wenn man die Inhalte wirklich verstanden hat.